Der Zuchtstand |
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Die mittelgroße Rasse zeichnet sich durch ein Normalgewicht von 4,5 kg und ein Höchstgewicht von 5,5 kg aus. Im Kopf ist der Meißner Widder nicht so typisch ausgeprägt wie der Deutsche Widder. Aber der Nasenrücken ist ramsig gebogen und zeigt in der Regel eine kräftige Form, während Stirn- und Schnauzpartie breit sind. Der Behang mißt zwischen 38 cm und 42 cm Länge, wirkt aber leichter als beim Deutschen Widder. Die Ohrmuscheln sind gut angesetzt; sie werden hohl getragen, wobei die Schallöffnung zum Kopf gerichtet ist. Schwache, leicht Behänge sowie schlechter Sitz sind natürlich fehlerhaft. Formlich erscheinen die Meißner Widder weniger gedrungen und massiv als die Deutschen Widder, doch sind Brust und Hinterpartie breit. Die Tiere stehen mittelhoch und breit auf kräftigen Läufen, wobei die Vorderläufe gerade aufgesetzt sind. Im Rumpf sind die Kaninchen leicht gestreckt, dazu walzenförmig und gut bemuskelt. Der Rücken geht in guter Wölbung in die schön gerundete Hinterpartie über. Im Fellhaar zeigen die Tiere eine Länge von ungefähr drei Zentimetern. Die Begrannung ist gut und gleichmäßig, das Unterhaar ist dicht. Häsinnen zeigen einen schnittigeren Kopf. An Farbenschlägen kennen wir Schwarz, Blau, Gelb, Braun und Havannafarbig. Bezüglich der Silberung ist zu sagen, daß die Deckfarbe am ganzen Körper gleichmäßig gesilbert sein sollte. Dazu gehört auch die Durchsilberung am Kopf, an den Ohrmuscheln sowie an den Läufen. Zudem muß guter Glanz gezeigt werden. Es gelten dabei die Bestimmungen wie für die Kleinsilber. Als Zuchtvorteil gilt seit alters her das verhältnismäßig rasche Durchsilbern der Jungtiere. Meißner Widder verfügen über ein weiteres Erbgut, das wohl vom Kleinsilberkaninchen herrührt: Sie haben ein ausgesprochen lebhaftes Temperament. Dies sagt manchen Züchtern sehr zu. Wer also einen mittelgroßen Widder mit einer schönen Silberung liebt, sollte sich an den Meißner Widder halten. Denn die hundert Jahre Zuchtgeschichte lassen es angeraten sein, diesen Widder ein wenig mehr in den Vordergrund zu rücken. Die heutigen Mängel sind ja im Grunde nichts anderes als eine Folge geringen Züchterinteresses. |
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